Tarifvertrag hotel und gaststättengewerbe nrw 2018 allgemeinverbindlichkeit

McDonald`s, das seinen eigenen Ein-Arbeitgeber-Tarifvertrag anwendet, zahlt seinen Auszubildenden eine höhere Vergütung als im Branchentarifvertrag vorgesehen; Darüber hinaus deckt sie die Kosten für die Unterbringung von Auszubildenden in Internatsunterkünften. Dies ist eine seit langem bestehende Forderung der Gewerkschaften, die von den Unternehmen der Branche nur sehr selten erfüllt wird. Das tarifvertraglich festgelegte Mindesteinkommen wird in den Tarifverhandlungen jedes Jahr wertbereinigt. Die letzte Tarifrunde im Mai 2010 führte zum Abschluss von Tarifverträgen, die 24 Monate gültig sind und für 2010 eine Lohnerhöhung (plus 1,6 %) nach sich ziehen. 2011 (plus 2,05%). Ab dem 1. Mai 2011 liegt der neue Mindestlohn bei 1200 Euro brutto im Monat. Die Löhne unterscheiden sich geringfügig zwischen den Provinzen, da es für einige von ihnen getrennte Lohnvereinbarungen gibt. 2010 wurde eine bundesweite Anpassung der Vergütung für Lehrlinge erreicht. Im internationalen Vergleich ist der Anteil der Schwarzarbeit in Österreich vergleichsweise gering. Mit einem Anteil von 8% am BIP im Jahr 2011 liegt Österreich hinter den Vereinigten Staaten von Amerika und der Schweiz an dritter Stelle unter den OECD-Ländern (vgl. Schneider 2011).

Seit 2003 nimmt die Schwarzarbeit kontinuierlich ab – mit Ausnahme der Wirtschaftskrise, als sie wieder auf dem Vormarsch war. Insgesamt beträgt der Rückgang der Schattenwirtschaft zwischen 2003 und 2011 2,8 Prozentpunkte (vgl. Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung). Dienstleistungsunternehmen, darunter Hotels und Restaurants, halten einen Anteil von 16 % an der Schattenwirtschaft insgesamt, wobei die Bauwirtschaft mit 39 % den größten Anteil auszeichnet. Schwarzarbeit ist daher ein Problem im Hotel- und Gaststättengewerbe. Um die Schattenwirtschaft zu bekämpfen, wurde Anfang 2008 nach einer Vereinbarung der Sozialpartner im April 2007 von der österreichischen Regierung ein Gesetz umgesetzt. Nach den Bestimmungen des Gesetzes, das für die gesamte Wirtschaft gilt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitnehmer vor Beginn der Beschäftigung bei den Trägern der sozialen Sicherheit anzumelden; vor dem Erlass des Gesetzes wurde eine siebentägige Übergangsfrist eingeräumt. Es liegen keine Daten darüber vor, ob die Umsetzung des Gesetzes einen konkreten Einfluss auf die Entwicklung der Schattenwirtschaft in Österreich hatte.

Saisonarbeit spielt im österreichischen Hotel- und Gaststättengewerbe eine große Rolle, die zunehmend Arbeitskräfte aus dem Ausland anzieht. Bei vorübergehendem Bedarf an Arbeitskräften, der bei Hausangestellten nicht gedeckt werden kann, kann das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Verbraucherschutz (BMASK) eine Verordnung über Kontingente für befristete Leiharbeitnehmer und Erntehelfer erlassen.