Tarifvertrag für den öffentlichen dienst der länder entgeltgruppe 9

Zweitens hat das ESSS eine Quasi-Verhandlungsfunktion (wenn auch nicht Tarifverhandlungen im eigentlichen Sinne), was bedeutet, dass „Sozialvereinbarungen“, Lohnpolitische Vereinbarungen und andere dreiseitige Vereinbarungen in seinem Rahmen ausgehandelt werden. Das Streikrecht für Arbeitnehmer in Organisationen, die Tätigkeiten von besonderer öffentlicher Bedeutung für die militärische Verteidigung ausüben, kann nur unter folgenden Bedingungen ausgeübt werden: Bereitstellung eines Mindestarbeitsniveaus, das die Sicherheit von Personen und Eigentum gewährleistet oder eine unersetzliche Bedingung für das Leben und die Arbeit der Bürger oder für das Funktionieren anderer Organisationen darstellt; oder für die Erfüllung der internationalen Aufgaben Sloweniens. Detaillierte Arbeitszeiten in den einzelnen Sektoren werden in Tarifverträgen durch sektorale Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern festgelegt. Die Einzelheiten der Arbeitszeiten in einzelnen Arbeitsverträgen werden dann auf betrieblicher Ebene nach den Regelungen der Tarifverträge ausgehandelt. Die meisten Indikatoren für die Qualität der Gesellschaft haben sich gegenüber 2011 verbessert. Der Index der sozialen Ausgrenzung und das Vertrauen in die Menschen haben sich verbessert, während die Spannungen zwischen armen und reichen Menschen abgenommen haben. Interessanterweise haben sich die wahrgenommenen Spannungen zwischen verschiedenen Rassen und ethnischen Gruppen in Finnland gegen die gemeinsame Strömung der EU-28 bewegt, da die Mehrheit der west- und nordeuropäischen Mitgliedstaaten zwischen 2011 und 2016 einen erheblichen Anstieg der wahrgenommenen Spannungen verzeichnete. Obwohl ein erheblicher Anteil der Menschen in Finnland von einer großen Spannung zwischen verschiedenen Rassen und ethnischen Gruppen berichtet (35 %), liegt dieser Anteil immer noch unter dem EU-Durchschnitt (41 %). und ähnelt dem Wert von 2011. Alle Qualitätsrankings für öffentliche Dienstleistungen in Finnland liegen über dem EU-28-Durchschnitt. Besonders gut schneiden die Qualität des Bildungssystems (8,3 auf einer Skala von 1 bis 10, am höchsten unter den EU28-Ländern), Kinderbetreuungsdienste (7,9, nahe an der Spitze Malta mit 8,0) und Gesundheitsdienste (7,6, nahe an der Spitze Österreichs mit 8,0).

Die am schlechtesten abschneidenden öffentlichen Dienstleistungen sind Langzeitpflegedienste (6,7), öffentlicher Verkehr (6,9) und sozialer Wohnungsbau (6,9). Das staatliche Rentensystem rangiert in der EU28 im Durchschnitt niedrig (5,0), in Finnland jedoch mit durchschnittlich 7,0 ein recht positives Rating. COVID-19 hat nach wie vor tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Menschen auf der ganzen Welt, mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Arbeit. Eurofound hat eine vielschichtige Reaktion auf die Pandemie unternommen und seinen Forschungsschwerpunkt auf vielfältige Weise angepasst. Eine neue Datenbank politischer Reaktionen auf nationaler Ebene, COVID-19 EU PolicyWatch, sammelt Informationen über Maßnahmen der Regierung und der Sozialpartner sowie Unternehmenspraktiken, um die Auswirkungen der Krise abzufedern. Eurofound startete Anfang April eine e-Umfrage mit den Bereichen Wohnen, Arbeiten und COVID-19, um die unmittelbaren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Krise in der Europäischen Union und darüber hinaus zu erfassen. Die Umfrage untersucht die Auswirkungen auf Wohlbefinden, Arbeit und Telearbeit sowie auf die finanzielle Situation der in Europa lebenden Menschen. Die ersten Ergebnisse für jedes Land sowie eine Reihe von Datenseiten sind nun verfügbar. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle betrug in Finnland in den ersten Jahren des 21.

Jahrhunderts etwa 20 %, hat sich aber seit 2017 leicht verringert und beträgt ab 2017 etwa 17 % (Ministerium für Soziales und Gesundheit, 2017). Das Arbeitsvertragsgesetz und das Nichtdiskriminierungsgesetz fordern die Gleichbehandlung der Arbeitnehmer in allen Aspekten des Arbeitslebens, einschließlich der Löhne. Das Gesetz über die Gleichstellung von Frauen und Männern verbietet ausdrücklich Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Arbeitgeber mit 30 oder mehr Beschäftigten sind verpflichtet, in Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern Gleichstellungspläne zu erstellen und alle zwei bis drei Jahre eine Lohnprüfung durchzuführen. Die Lohnprüfung muss Daten über die Löhne von Männern und Frauen in „vergleichbaren“ Gruppen von Arbeitnehmern umfassen und vergleichen. Tarifverträge legen ferner den Rahmen für Löhne in verschiedenen Berufen fest, der für alle Arbeitnehmer einzuhalten ist.